Pfarrkirche St. Josef Huchem-Stammeln

Huchem-Stammeln und Selhausen gehörten bis 1864 zur Pfarrei St. Martin in Oberzier. Durch das Anwachsen der Bevölkerung in Huchem-Stammeln erwuchs der Wunsch in Huchem-Stammeln und Selhausen nach kirchlicher Selbstständigkeit. Verwaltungsmäßig waren Huchem-Stammeln und Selhausen als eigenständige Gemeinden dem Amt Birkesdorf zugeordnet.  Beide Ortschaften hatten einen eigenen Gemeinderat. Architekt der neu gebauten Pfarrkirche in Huchem-Stammeln war der Kölner

Dombaumeister Vinzenz Statz. Das neue Pfarrhaus wurde von Kreisbaumeister Kriescher geplant. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Ziegel für das Bauvorhaben schon 1862 gefertigt worden waren. Die Grundsteinlegung der neugotischen Pfarrkirche erfolgte am 18.04.1863, die Einweihung am 24. September 1864. Die Kirche besaß einen Hauptaltar und zwei Nebenaltäre.

Am 20.08.1922 wurde die Erweiterung der Pfarrkirche in Angriff genommen. Dies war notwendig, da durch Ansiedlung der Baumwollspinnerei Leopold Schoeller jun. u. Cie in Köttenich ( Ortsteil von Huchem-Stammeln ) die Einwohnerzahl angewachsen war.

Im II. Weltkrieg wurde die Kirche zu 70 % zerstört.

Am 09.02.1947 wurde der Kaplan Anton Künster zum Pfarrer in Huchem-Stammeln berufen. Er hatte die schwierige Aufgabe, die Pfarrkirche wieder instand zu setzen. Dabei stellte sich heraus, dass der 1922 gebaute Anbau nicht mehr zu retten war und abgerissen werden musste. Ebenfalls musste die Turmpyramide entfernt werden, da ein Großteil der Balken durchgefault war. Der Turm wurde mit einem kleineren Dachstuhl versehen, das Mauerwerk teilweise erneuert und die Fenster verkleinert.

Wegen aufgetretener Feuchtigkeitsschäden begann am 25.01.1977 eine erneute Renovierung der Pfarrkirche durch den verantwortlichen Architekten Jean Josef

Keller aus Mariaweiler. Der damalige Pfarrer der Pfarre war Heinrich Müller. Die Pfarrkirche hat dabei ihr jetziges Aussehen erhalten.

Decke:
Die Kirchendecke mit integrierter Lautsprecheranlage ließ Architekt Keller bunt gestalten.

Altar:
Der neue Altar (Volksalter) aus Tuffstein wurde von dem Bildhauer Jochen Pechau aus Köln gefertigt und am 13.06.1980 durch Msgr. Gabriel Lee Südkorea , Bischof von Pusan, geweiht.

Kreuzigungsgruppe:
An der hinteren Wand des Chorraumes wurde die 1864 durch den Künstler Michael Stephan im neugotischen Stil geschaffene Kreuzigungsgruppe angebracht. Sie stellt Jesus am Kreuz und Maria ( rechts ) und Johannes ( links ) unter dem Kreuz dar. Sie wurde in den Jahren 1957 und 2013 restauriert.

Linker Seitenaltar Taufstein:
Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1864 und wurde ebenfalls vom Künstler Michael Stephan im neugotischen Stil geschaffen. 1989 wurde er restauriert.

Altarbilder:
An der Wand des Seitenaltars befindet sich ein von Michael Stephan gestaltetes Altarbild. Es ist ebenfalls im neugotischen Stil gehalten. Es stellt von links nach rechts die vier großen Kirchenlehrer Hieronymus, Ambrosius, Gregorius und Augustinus dar.

Immerwährende Hilfe:
Ebenfalls auf der linken Seite befindet sich ein 1896 angeschafftes Bild der
“immerwährenden Hilfe“. Dies wurde 1986 restauriert.

Rechter Seitenaltar
Hier befindet sich der Tabernakel. Er wurde von der Künstlerin Hildegard Domizlaff in Relieftechnik gefertigt. Er entstand 1963 für die Benediktinerinnen des Klosters Steinfeld. 1978 erwarb ihn die Pfarre St. Josef Huchem-Stammeln.

 

Ebenfalls auf der rechten Seite der Kirche, am hinteren Ende, befindet die Beichtkapelle mit einer 1864 geschaffenen Skulptur des Pfarrpatrons St. Josef. Der Künstler war ebenfalls Michael Stephan.

Die St. Sebastianus-Figur  ist ein Geschenk der St. Josef Bruder- und Schützengesellschaft anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Pfarre.

Der dort aufgestellte Beichtstuhl wurde 1982 aus Mariaweiler übernommen.

Auf der rechten Seite des Eingangs hängt ein Missionskreuz. Es wurde 1871 von Josef Grimmich Köln gestaltet.

Auf der linken hinteren Seite der Kirche befindet sich die Kriegerkapelle mit einer von dem Hovener Künstler Bruno Hauser 1955 geschaffenen Pietà. Er fertigte die Skulptur aus dem Stamm einer 500 Jahre alten Ulme.

Die Namen der Gefallenen beider Weltkriege sind auf Holzkreuzen hier verewigt.

Das dortige Kirchenfenster wurde als sogenanntes Friedensfenster gestaltet.

Die Fenster des Kirchenschiffs wurden durch den Dürener Künstler Hermann Gottfried gestaltet. Der dort aufgehängte Kreuzweg stammt aus dem Jahr 1911.

Die heutige Orgel ist schon die dritte Orgel der Kirche. Sie wurde 1987 durch die Fa. Weimbs eingebaut und besitzt 914 Pfeifen, verteilt auf 13 Registern.

Die Glocken
Die Kirche besitzt vier Glocken. Von den ursprünglichen drei Bronze-Glocken

wurden während des I. Weltkriegs zwei Glocken eingeschmolzen. Danach schaffte man drei Stahlglocken an. Während des II. Weltkriegs fiel die 2. Glocke auf die darunter befindliche schwerste Glocke. Dieser Zustand wurde nach dem Ende des Krieges beseitigt.

Quelle: Festschrift 125 Pfarrei St. Josef Huchem-Stammeln-Selhausen 1864-1989, September 1989

(von Helmut Krebs u. Manfred Mehren)

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