"Alter" Friedhof in Niederzier

Ein Friedhof gibt in vielerlei Hinsicht Auskunft über das Werden einer Gemeinde .In vielen Fällen ist der Friedhof unmittelbar am oder um das Kirchengebäude angelegt. In unsere Gemeinde ist er, so zeigen alte Fotos, in einen nördlichen und einen südlichen Teil, getrennt durch das Kirchenschiff gelegen. Im nördlichen Teil wurden die wohlhabenden Bürgerbeerdigt, die meistens auch das Schöffenamt bedienten oder öffentliche Ämter bekleideten. Im südlichen Teil ruhten die anderen Bürger. Eine Ausnahme machte der Hochadel, hier in Niederzier das Geschlecht derer von Hochsteden. Sie lebten auf der Burg Landau und erhielte 1436 die Wasserburg in Niederzier als Lehngut.1521 übernahmen sie die Wasserburg und residierten dort bis 1848, dem Todesjahr der Gräfin Josina von Hochsteden. Die Wasserburg war umringt von einen Areal von Stallungen und einer großen Gartenanlage, die unmittelbar bis an die Friedhofsfläche reichte. Die wachsende Einwohnerzahl und daraus resultierend steigende Todesfälle, zwangen die Gemeinde die vorhandene Friedhofsfläche zu vergrößern. Im 17.Jahrhundert wurde das Pfarrhaus von der Nordseite der heutigen Rathausstraße auf die Südseite verlegt. Und später die Vikari, die unmittelbar am alten Kirchenbau angelehnt war, abgerissen. So konnte die Friedhofsfläche aber nur geringfügig erweitert werden. Der wachsende Bedarf forderte zusätzliche Flächenerweiterung, sodass ein Teil des Burggartens der Friedhofsfläche zugeschlagen wurde. Auf dieser Fläche in westlicher Richtung vom Kirchturm gelegen, wurde zuerst ein Kinderfriedhof eingerichtet und im 20. Jahrhundert eine Priestergrabstätte angelegt in der unter anderem auch die Mönche des Klosters (Andreashaus ) beigesetzt sind. Parallel dazu wurden die 4 alten Häuser an der Breitestraße abgerissen und diese Fläche dem Friedhof einverleibt.

Die Gruft der Familie von Hochsteden befand sich unmittelbar an der rechten Seite des Hochaltars bis zum Neubau des Kirchenschiffes ab 1904, verlängert durch den Querbau und den neuen Hochaltar. So liegt nun die Gruft unter dem rechten Kreuzbalken im Innenraum. Die Gruft ist verschlossen und nicht zugänglich. Der Grabstein lehnt an der Südseite des Langhauses.

In den 70 iger Jahren beschloss der Gemeinderat den alten Friedhof durch Rasenanlagen etwas aufzulockern. Hierdurch entstand wiederum ein Platzbedarf an Grabflächen. Daher weihte man am 22.07. 1975 einen neuen Friedhof an der Hambacherstraße ein. (von Ernst Steffens)

Wir suchen!!!

Wir möchten von dieser Stelle einen Aufruf an alle Bewohner der Ortschaften der Gemeinde Niederzier starten. Wir suchen für unsere Projekte noch aktive Mitstreiter. Wer hat Lust sich mit den jeweiligen Dorfgeschichten auseinanderzusetzten? Das Alter spielt dabei keine Rolle. Wer möchte uns mit seinen Ideen weiterhelfen? Wer möchte frischen Wind in unsere Gemeinschaft bringen? Auch Zugezogene sind herzlich Willkommen!!! Unsere Ortschaften bieten so viel unerforschte Geschichte, dass für jeden die Möglichkeit besteht, sich auf seinem Interessengebiet einzubringen.

 

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