Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier unterstützt amerikanisches Forscherteam bei den Recherchen um einen deutschen Soldaten während dessen Gefangenschaft in Amerika

Es war Anfang Juni, als mich Hans Junior telefonisch kontaktierte wegen eines Briefes, den er aus Amerika erhalten habe. Vom Inhalt teilte er mir nur mit, dass es um den Zweiten Weltkrieg und um einen Robert Junior ging, der beim deutschen Afrikakorps gekämpft hatte. Wir machten also einen Termin. Er hatte mir bereits eine Kopie des Briefes gefertigt und so las ich ihn: Ein Dirk Burgdorf aus Manor View Circle USA recherchierte im Auftrag einer Olivia Olson über das amerikanische Kriegsgefangenenlager „Pine Bluff“. Ihnen lag das Tagebuch des deutschen Afrikakämpfers Hermann Klink vor, der seine Kriegsgefangenschaft in diesem Lager verbracht hatte. Burgdorf war auf der Suche nach Nachfahren des deutschen Afrikakämpfers Robert Junior, der in diesem Tagebuch häufiger Erwähnung fand.

Hans Junior hatte sich natürlich direkt mit seiner Familiengeschichte auseinandergesetzt, dort hat zwar ein Vorfahre in Afrika gekämpft, aber in der Familienhistorie gab es keinen Robert Junior. Also beschloss ich mich mit Dirk Burgdorf in Verbindung zu setzen und überlegte mir, wie ich ihm mit meinen bescheidenen Mitteln helfen könnte. Da ich wusste, dass es in Düren eine Kreiskameradschaft ehemaliger Afrikakämpfer gab, kontaktierte ich Helmut Krebs. Unser 1. Vorsitzender konnte auch tatsächlich eine Festschrift in den Beständen des Stadt- und Kreisarchivs ausfindig machen, aber ein Robert Junior kam in dieser nicht vor. Ich kontaktierte Dirk Burgdorf per Mail. Dieser zeigte sich überrascht, da ich wohl der einzige war, der sich bis zu diesem Zeitpunkt auf einen seiner zahlreichen „Juniorbriefe“ gemeldet hatte. Und so tauschten wir uns aus. Burgdorf war der Meinung gewesen, dass der Familienname Junior in Deutschland sehr selten vorkommt. Diesen Zahn musste ich ihm allerdings ziehen. Wir recherchierten beide parallel und ich klapperte meine Kontakte ab, aber helfen konnte mir nicht wirklich jemand.

Am 19.07. erhielt ich dann eine E-Mail folgenden Inhalts:

Hallo Herr Kitz, Zu meiner großen Freude erhielt ich heute einen Brief von der 93-jaehrigen Witwe des Robert Juniors.  Er ist in den 80er Jahren verstorben, aber seine Frau konnte mir einige Details durchgeben, sie hat sogar zwei Bilder aus dem Lager in Arkansas mit beigefügt.  Damit hat meine Suche ein erfolgreiches Ende gefunden. Ich möchte mich bei Ihnen noch mal recht herzlich für Ihr Engagement bedanken.  Jeder Versuch dieser Art ist immer ein Schuss im Dunkel, aber diesmal hat es zu einem Erfolg geführt!

Ich verbleibe

Mit schönen Grüßen aus Amerika

Dirk Burgdorf

Wahnsinn…Die berühmte Nadel im Heuhaufen gefunden. Damit war die Geschichte eigentlich für mich beendet. Eigentlich. Wir kamen allerdings auf die Idee, die Dame zu besuchen und ein Interview mit ihr zu führen. Hans Junior hatte darum gebeten, ihn auf dem Laufenden zu halten. Was ich natürlich auch tat. Frau Junior war von der Idee begeistert. So besuchten wir sie am 23.09., mit den Fragen von Herrn Burgdorf ausgestattet, im Sauerland. Ein ereignisreicher Nachmittag mit vielen wertvollen Informationen für die Forschungen von Herrn Burgdorf.

Für den Geschichtsverein

Andreas Kitz

Vermisstenschicksal aus dem Zweiten Weltkrieg

Vor einigen Tagen erhielt der GidGN die Bitte um Mithilfe bei der Klärung eines Vermisstenschicksals aus dem Zweiten Weltkrieg. Wir gehen derzeit vielen Spuren nach und möchten auch die einzelnen Bürger aus dem Kreisgebiet, insbesondere die Älteren, in unsere Recherchen mit einbeziehen: 

Am 24. Februar 1945 gegen 23.25 Uhr wurde über dem Hambacher Forst eine Junkers 87 in niedriger Höhe von einem englischen Nachtjäger abgeschossen. Geflogen wurde die Maschine von Oberfeldwebel Jürgen Campsen. Bordfunker auf diesem Flug war Oberleutnant Helmut Steffen. Der letzte Funkspruch lautete: „Maschine brennt, wir steigen aus!“  Beide sind vom Feindflug in der Region Jülich nicht zurückgekehrt und gelten seither als vermisst.

Die Recherchen und Überlegungen gehen bisher dahin, dass die Besatzung aufgrund der niedrigen Höhe ihre Maschine nicht mehr verlassen konnte und beim Absturz ums Leben gekommen ist. Gegen Ende des Krieges waren viele Erkennungsmarken aus Aluminium. Da die Maschine beim Absturz brannte, könnten die Erkennungsmarken in den Flammen geschmolzen sein, so dass eine Identifizierung nach dem Krieg nicht mehr möglich war. Vielleicht sind beide Soldaten nach dem Krieg als „Unbekannt“ bestattet worden.


Daher unsere Fragen:

Hat jemand Informationen zu diesem Absturz (24.02.1945)?
Ist vielleicht jemand nach dem Krieg bei Streifzügen durch den Hambacher Forst auf Wrackteile gestoßen?
Hat jemand Informationen über eine Bestattung zweier unbekannter Soldaten im Hambacher Forst? Wo sind diese beigesetzt worden?
Wir sind für jeden Hinweis dankbar!!!

Für den Geschichtsverein:
Andreas Kitz
Neusser Str. 12
52428 Jülich

02461/341128
Andreas-Kitz@t-online.de 

Totenzettelsammlung für die Gemeinde

Der Geschichtsverein in der Gemeinde Niederzier sammelt seit ca. zwei Jahren Totenzettel aus dem Gemeindebereich. Zur Vervollständigung der Sammlung möchten wir Sie bitten, in Ihrem Besitz befindliche Totenzettel dem Geschichtsverein zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie die Originale behalten möchten, können wir für unsere Zwecke Reproduktionen herstellen.

Nach der Inventarisierung sind die Totenzettel für jedermann zugänglich und stehen für Forschungszwecke zur Verfügung.

Sachbearbeiter sind:

Achim Körschgen
Tel: 02428/803012

Heinz Otto Euskirchen
Tel: 02428/9584757

Bitte setzen Sie sich mit ihnen unter den oben genannten Telefonnummern in Verbindung oder Sie geben die Totenzettel nach Absprache in der Rentei bei uns ab. 

Wir freuen uns über jede Ergänzung der Sammlung!

Für den Geschichtsverein:
Heinz Otto Euskirchen
Steinacker 15
52382 Niederzier           
        

Wir suchen!!!

Wir möchten von dieser Stelle einen Aufruf an alle Bewohner der Ortschaften der Gemeinde Niederzier starten. Wir suchen für unsere Projekte noch aktive Mitstreiter. Wer hat Lust sich mit den jeweiligen Dorfgeschichten auseinanderzusetzten? Das Alter spielt dabei keine Rolle. Wer möchte uns mit seinen Ideen weiterhelfen? Wer möchte frischen Wind in unsere Gemeinschaft bringen? Auch Zugezogene sind herzlich Willkommen!!! Unsere Ortschaften bieten so viel unerforschte Geschichte, dass für jeden die Möglichkeit besteht, sich auf seinem Interessengebiet einzubringen.

 

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, kontaktieren Sie uns!!!

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"Rentei"

Rathausstraße 8

52382 Niederzier

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Robert Engelmann (Schriftführer)

Grüner Weg 17

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Die nächsten Termine

17.10.2017 - 18.00 Uhr 

Vorstandssitzung - Rentei (Niederzier)